Vom 12. bis 14. Februar fand in Olang der 7. Grosse Preis von Europa im Sportrodeln statt. Diese Europameisterschaften wurden auf der bestens präparierten Panoramapiste ausgetragen. Es waren Athleten aus Deutschland, Österreich und Italien welche um den kontinentalen Titel kämpften. Als Gastland nahmen Athleten aus Canada an diesen Europameisterschaften teil.
Die einheimischen Athleten welche Italien vertreten kamen alle aus Südtirol und waren aufgrund der Ergebnisse im letzten Jahr in Deutschland die großen Favoriten. So kamen die Titelverteidiger bei den Damen und bei den Herren aus unserem Land, und auch den Mannschaftstitel galt es zu verteidigen.
Mit der Mannschaft wurde der Titel abermals, nun bereits zum 5. Mal, nach Italien geholt. In der Besetzung: Waldboth, Stockner, Jud, Pircher und Reifer gewann das einheimische Quintett klar vor Österreich und Deutschland.
Bei den Doppelsitzern waren die österreichischen Rodler die Favoriten. Die Nordtiroler Johann Unterladstätter und Hannes Windisch hatten die letzten 3 Auflagen für sich entschieden und auch in diesem Jahr gab es gegen das zurzeit mit Abstand stärkste Doppelsitzerpaar im Sportrodeln kein ankommen. Den Südtirolern blieben mit dem Paar Thomas Baunhofer und Meinhard Pircher, sowie dem Paar Florian Schölzhorn und Aukenthaler Manuel nur Silber und Bronze. Bei den Doppelsitzern gingen auch die beiden Weltmeister im Rennrodeln auf Naturbahn Patrick Pigneter und Florian Clara an den Start. Sie nahmen die Gelegenheit zu einer Abwechslung vom normalen Weltcupzirkus gerne war und erreichten den beachtlichen 9. Rang. Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter wenn man bedenkt, dass die beiden keinerlei Trainingsmöglichkeiten auf dem ungewohnten Sportgerät hatten. Der Umstieg von dem Rennrodel auf die Sportrodel ist sicher schwieriger als im Allgemeinen angenommen wird.
Bei den Damen gibt es eine totale italienische Dominanz, die ersten 4 Damen kommen allesamt aus Südtirol. Die alte Europameisterin ist auch gleich die Neue. Reinhilde Gamper aus Latzfons bestätigte mit zwei Mal Laufbestzeit Ihre momentane Ausnahmestellung. Auf Rang zwei landete ihre Vorgängerin aus dem Jahr 2008 Daniela Erlacher, dritte wurde die Studentin aus Steinegg Karin Tauferer. Die erst 15 jährige Iris Erlacher aus dem Gadertal wurde hervorragende vierte und platzierte sich noch vor der besten Rodlerin aus Österreich der Altmeisterin Heidi Windisch.
Bei den Herren gewann Andreas Ehammer aus dem Zillertal. Er krönte sich somit nach 2006 und 2008 zum 3. Mal als Europameister im Sportrodeln. Die Südtiroler platzierten sich allesamt hervorragend, so wurden die Plätze 2 bis 5 von Athleten aus unserem Land belegt. Silber gewann der Vereinskamerad von Reinhilde Gamper, Arnold Waldboth; Bronze ging an den Brixner Helmut Stockner welcher für den ASV Pfeffersberg an den start geht.
Für die Zukunft ist gesorgt. Die Juniorenbewerbe wurden mit Robert Seeber aus Olang bei den Herren und durch Karin Tauferer bei den Damen gewonnen.
Der nächste große Preis von Europa wir in einen Jahr im österreichischen Oberperfuss ausgetragen. Die WM Bahn von 1996 erwartet die besten Sportrodler Europas vom 11. bis 13. Februar 2011.